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Ausbildung zum Yogalehrer – körperlich und geistig?
Weiterbildungen neben dem Beruf werden immer beliebter, vor allem um sich finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Eine Ausbildung zum Yogi soll zur körperlichen und zur geistigen Entwicklung verhelfen.
Veröffentlicht am 20. 2010Sobald das Stichwort "Yoga" fällt, assoziiert man hiermit häufig schmerzlich aussehende Stellungen, einsame Yogis im tiefsten Indien oder auch den Hinduismus. Dazu kommen auch bestimmte Riten und Gebräuche, die die besondere Ernährung und Lebensweise des Yogis bestimmen. Yoga wird so seltener als alltäglicher Sport, vielmehr als Lebenskonzept aufgefasst. Anhänger dieser Kultur bemühen sich darum, Yoga in dieser Form weiterzugeben. Die bestimmte Philosophie dient hier als Gerüst, um mit den Übungen anfangen zu können. Es existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Yoga-Richtungen, einige dienen dabei vornehmlich der Entspannung und des Ausgleichs, andere eher der Stärkung. So kann jeder Interessierte sich die Richtung wählen, die seinen Bedürfnissen entspricht. In diesem Sinne hat Yoga auch im Westen Anklang gefunden, auch mitbedingt durch die allgemein wachsende Faszination an der östlichen Kultur. Eine hohe Nachfrage an Buddha-Artikeln, östlichen Heilmethoden und auch an der Philosophie bekunden dies.
Es existieren etliche Ausbildungseinrichtungen in Deutschland, die die Weiterbildung zum Yogi durchführen. Kosten für eine solche belaufen sich nicht selten auf rund 1000 Euro. Hierfür werden den Auszubildenden jedoch eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung gestellt: Workshops, Vorträge und Trainingsstunden bestimmen den Tagesablauf. Häufig dauern die Ausbildungen vier Wochen; sie finden häufig in abgelegenen Zentren statt. Eine Abgeschiedenheit zum Alltag ist somit gesichert und die volle Konzentration gewährleistet. In diesen Wochen steht die persönliche Entwicklung im Vordergrund, ganz im Gegensatz zu anderen Trainer-Ausbildungen. Zwei wesentliche Aspekte bestimmen den Zeitraum: Für sich selbst Yoga entdecken und in sein Leben integrieren, um es dann weitergeben zu können. Yoga wird als persönlicher Entwicklungsprozess angesehen, weshalb der Austausch mit dem Lehrer höchste Wichtigkeit hat. Die sportliche Betätigung dient dann der Erweckung der Lebenskraft und Manifestation der Philosophie.
Beliebtheit erlangt eine Yogi-Weiterbildung mitunter durch den großen Anteil an persönlicher Bewusstwerdung, die in dem Ausbildungszeitraum höchste Priorität hat.