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Nasenklammern, Anti-Schnarch-Spray oder OP - was hilft?
Schnarchen ist ein häufig vorkommendes Phänomen, von dem vor allem Männer betroffen sind. Doch was sind die Ursachen? Ist es gefährlich und kann man etwas gegen die störenden Schlafgeräusche tun?
Veröffentlicht am 20. 2010Als Schnarchen (Rhonchopathie) bezeichnet man Luftgeräusche, die während des Schlafens in den oberen Atemwegen erzeugt werden. Wenn dabei die Schlafqualität und die Kreislauffunktionen nicht beeinträchtigt werden und es keine Atemaussetzer gibt, spricht man von primärem Schnarchen. Dieses ist weit verbreitet (circa 10 - 30 % der Bevölkerung sind betroffen), stellt aber in der Regel kein gesundheitliches Risiko dar. Kommt es während des Schnarchens zu Atemaussetzern, die länger als zehn Sekunden anhalten, spricht man von obstruktiver Schlafapnoe, die als ernstzunehmende Erkrankung gilt, da sie zu schwerwiegenden Nachfolgeerkrankungen, wie z. B. Sauerstoffmangel, erhöhten Blutdruck, Schlaganfällen und Herzversagen, führen kann. Etwa 5 % der Bevölkerung (überwiegend Männer im mittleren Alter) leiden unter Schlafapnoe. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die die Entstehung des Schnarchens befördern. Dazu zählen Übergewicht, Alter, männliches Geschlecht, Alkoholkonsum, die Schlafposition, Rauchen, Verzehr fetthaltiger Speisen kurz vor dem Schlafengehen, aber auch Atemwegserkrankungen wie z. B. Schnupfen.
Da das Schnarchen nicht nur die Gesundheit gefährden, sondern auch den Bettgenossen massiv stören kann, sollte man etwas dagegen tun. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Liegen ein oder mehrere der genannten Risikofaktoren vor, sollte man versuchen, diese zu minimieren, also auf Fett-, Alkohol- und Nikotinkonsum verzichten, eine Gewichtsabnahme anstreben, die richtige Schlafposition finden usw. Eventuell können auch eine Gebissschiene oder Nasenpflaster bzw. –schienen zur Erweiterung des Naseneingangs hilfreich sein. Außerdem gibt es Sprays, die gegen das Schnarchen helfen können. Sofern anatomische Gründe für das Schnarchen vorliegen, kann auch eine Operation in Betracht gezogen werden. Diese wird individuell auf den Patienten abgestimmt. Ist z. B. eine schiefstehende Nasenscheidewand die Ursache für die Beschwerden, kann diese durch eine Operation begradigt werden. Bei anderen Verfahren werden verschiedene Anteile des Mundraums, die für das Schnarchen verantwortlich sind, wie z. B. das Gaumenzäpfchen oder der Zungengrund, verkleinert oder entfernt.