• US-Fahrzeuge in der Kise - Hoffnung am Horizont

    Faszination Auto: US-Fahrzeuge galten lange als Inbegriff der automobilien Freiheit. Die derzeitige Krise der Benzinschlucker kann aber der Start in eine neue, elektrische automobile Zukunft sein.

    Veröffentlicht am 04. Dezember 2009

    James Dean, Humphrey Bogart, Frankie-Boy: Der männliche Zuschauer ist oft mehr von Autos fasziniert, die diesen Protagonisten des amerikanischen Films zur Seite gestellt waren, als den attraktiven Frauen an ihrer Seite. Was mit der Montage des legendären T-Modells als erstem am Fließband gefertigten Automobil bei Henry Ford begann, wurde Bestandteil des amerikanischen Traums: Große Autos mit viel Blech, technischen Details, viel Komfort und viel Platz, oft mit knalligen Farben und getunten Motoren.

    Der größte Automarkt der Welt war und ist interessant für alle Autohersteller der Welt. Dabei haben es US-Fahrzeuge schon seit Jahren richtig schwer. Detroit, das Zentrum der amerikanischen Autoindustrie, ist das beste Beispiel dafür. Seit vielen Jahren sinken die Produktions- und Absatzzahlen, viele Autowerker haben ihren Job verloren und die Stadt verlassen. Noch schlimmer ist es in den Jahren nach der Finanzkrise gekommen. Bei Chrysler, wo Mercedes lange Eigentümer war, ist 2009 FIAT eingestiegen - in der Hoffnung, mit kleineren Autos auf dem amerikanischen Markt besser punkten zu können.

    GM, einst größter Automobilproduzent der Welt, hat ein Insolvenzverfahren durchlaufen und ordnet sich neu. Japanische, deutsche und europäische, aber inzwischen auch koreanische Autobauer haben US-Fahrzeuge heftiger Konkurrenz ausgesetzt. Der ursprüngliche Mythos amerikanischer Autos ist mehr und mehr zerbröselt. Doch Hoffnung zeigt sich am Horizont. In Kalifornien, wo seit einigen Jahren gegen den allgemeinen Trend in den USA eine umweltorientierte Politik betrieben wird, haben sich Hersteller von leistungsstarken Batterien etabliert, und ein kleiner Tüftler und Hersteller bringt inzwischen ein Elektroauto auf den Markt, das es in puncto Fahrleistungen mit einem Porsche oder Ferrari aufnehmen kann.

    Der US-Autobauer Tesla präsentierte den flotten Zweisitzer, der bei voller Batterie eine Reichweite von ca. 350 km hat und diese fast lautlos in Tempo 200 und mehr zurücklegen kann. Berühmte Schauspieler gehören schon zu den Fahrern, die sich das noch ca. 100.000 Euro teure Gefährt leisten können. Die Nachfrage ist schon jetzt riesengroß, auch in Europa. Nach Ankündigung der Serienfertigung in diesem Jahre gingen sofort über 500 Bestellungen bei Tesla ein. 2011 soll eine fünfsitzige Serienlimousine mit einer Reichweite von 480 km ausgeliefert werden.

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